Schon seit Ewigkeiten träumen Menschen vom Fliegen. Schwerelos durch die Luft zu gleiten war jahrhundertelang der Traum vieler. 1903 schaffte es Orville Wright diesen Traum zu verwirklichen. Er entwarf und baute das erste bemannte und gesteuerte Motorflugzeug. Damit setzte er einen wichtigen Meilenstein und zahlreiche Menschenw, taten es ihm gleich. Die folgende Liste zeigt historische Flugzeug-Designs, die sowohl optisch als auch technisch zum Scheitern verurteilt waren. In der Theorie waren sie alle perfekt geplant, doch in Realität sah alles anders aus. Teilweise verursachten sie tragische Unglücke und kosteten vielen Menschen das Leben. Werfen wir einen genauen Blick auf diese Flugzeug-Disaster.
Fisher P-75 Eagle
Die Fisher P-75 Eagle war eigentlich ein Kampfflugzeug und wurde von General Motors für die Fisher Body Division gebaut. Der “Eagle”, im Namen, stand für den Ruhm Amerikas, welches das Flugzeug verkörpern sollte. Die “75” war von der französischen 75-mm-Kanone inspiriert. Dies war damals eine Waffe, die im Ersten Weltkrieg verwendet wurde. Es dauerte Jahre das Flugzeug zu bauen und trotz all der Zeit und der einzigartigen Ausrüstung, verfügte der Jet nicht über die gewünschte und geforderte Leistung.

Fisher P-75 Eagle
Douglas DC-10
Die Douglas DC-10 wurde von dem amerikanischen Unternehmen McDonnel Douglas hergestellt. In der Theorie war es eine gute Idee, die Umsetzung in die Praxis war allerdings ein Disaster. Als die Maschine 1972 abstürzte, kamen zahlreiche Menschen ums Leben. Der Grund für den Unfall war eine geöffnete Frachtraumtür, die sich während des Fluges öffnete. Dies führte zu einem Druckabafall im Flugzeug und brachte den Kabinenboden zum einstürzen. In der Geschichte der Douglas DC gabe es bereits zahlreiche Unfälle.

Douglas DC-10
Bell FM-1 Airacuda
Auch die Bell FM-1 Airacuda war ein Kampfflugzeug und wurde in den 30er Jahren als Militärflugzeug auf den Markt gebracht. Die Bell Aircraft Corporation verwendete beim Bau hochwertige Materialien und auch das Design war etwas Neues auf dem Flugzeugmarkt. Die Bell FM-1 Airacuda wurde letztendlich ein Reinfall, da die Konstruktion ein völliger Misserfolg war und das Flugzeug häufig überhitzte. Bei der Benutzung der Waffen an Bord, wurde außerdem viel Rauch im Flugzeug freigesetzt.

Bell FM-1 Airacuda
Vought F7U Cutlass
Die Vought F7U Cutlass war ein Trägerjet der United States Navy. Das Flugzeug begeisterte durch das moderne Design und die Menschen waren von der Vought hochbegeistert. Als sich dann aber die Abstürze häuften, sank auch die Begeisterung der Menschen. Die Maschine konnte Höchstgeschwindigkeiten von 1094 km/h erreichen und dies war auch einer der Gründe, warum die Vought so häufig abstürzte. Weitere Probleme ergaben sich auch mit dem Motor sowie der Konstruktion. Die Produktion wurde logischerweise sehr schnell wieder eingestellt.

Vought F7U Cutlass
Convair NB-36
Die Convair NB-36 wurde auch Crusader genannt und wurde für Experimente mit der Aircraft Nuclear Propulsion (ANP) entwickelt. Das Flugzeug wurde für den Transport eines Nuklearreaktors gebaut und das machte die Convair NB-36 zu einem der gefährlichsten Flugzeuge in der Luft. Bei jedem Flug der Convair NB-36 mussten spezielle Arbeiter das Flugzeug, aus Sicherheitsgründen, genau verfolgen. Nachdem das ANP-Programm annuliert wurde, fand auch die Convair NB-36 keine weitere Verwendung mehr.

Convair NB-36
PZL M-15 Belphegor
Die PZL M-15 Belphegor war ein Doppeldecker und verfügte über einen Jetantrieb. Der polnische Hersteller PZL-Mielec entwarf und baute die Maschine. Der Motor war lang, daher auch der Name “Belphegor”. Das Design war attraktiv und modern, doch die Konstruktion war alles andere als perfekt. Der Jetantrieb war ein großer Fehler für einen Doppeldecker. Auch die Materialien, die für den Bau nötig waren, waren sehr teuer. Zahlreiche Gebühren kamen noch hinzu und am Ende musste der Hersteller feststellen, dass sich der Bau finanziell einfach nicht lohnt.

PZL M-15 Belphegor
Wright Flyer
Das erste motorisierte Flugzeug wurde 1903 von den Gebrüdern Wright hergestellt. Die Brüder waren äußerst erfindungsreich und entwickelten zahlreiche Dinge. Die Wright Flyer war leider alles andere als erfolgreich. Den ersten Flugversuch unternahmen sie, trotz schlechtem Wetter. Nach nur vier Sekunden und in nur 20 Meter Höhe, landete die Maschine sehr hart und wude dabei beschädigt. Es wurden außerdem noch weitere Fehlfunktionen festgestellt und die Produktion wurde daraufhin komplett eingestellt.

Wright Flyer
Harrier Jump Jet
Der Harrier Jump Jet wurde auch schlicht nur “Harrier” genannt. Das außergewöhnliche Design kam bei den Menschen sehr gut an, doch es konnte nicht darüber hinweg täuschen, dass die Technik und die Konstruktion alles andere als gut durchdacht waren. Die Harrier Jump Jet konnte sich maximal nur 15 Minuten in der Luft halten und maximal 800 Meilen (1 287 km/h) fliegen. Es ist naheliegend, dass die Produktion alles andere als praktisch war und so schnell wieder eingestellt wurde.

Harrier Jump Jet
Lockheed Martin VH-71
Die Präsidentenflotte des US-Marine Corps ließ die Lockheed Martin VH-71 dafür entwickeln, um POTUS sicher transportieren zu können. Der Hubschrauber musste dafür zahlreiche Sicherheitskriterien erfüllen und man kann sich vorstellen, dass dies auch seinen Preis hat. Nach nur wenigen Jahren auf dem Markt, erkannte die Regierung schließlich, dass sowohl die Wartung als auch die notwendigen Ersatzteile sehr teuer waren und die Regierung deswegen ein anderes Flugmittel für den Präsidenten benötigt.

Lockheed Martin VH-71
Bristol 188
Man nannte die Bristol 188 auch Flaming Pencil. Diesen Spitznamen verdankte das Forschungsflugzeug wegen der Optik, welche an einen Bleistift erinnerte. Die Bristol Airplane Company entwickelte und designte die Bristol 188 im Jahr 1962. Nachdem man feststellte, dass die Maschine erst 300 Meilen pro Stunde erreichen muss um abheben zu können, erkannte man das Problem sofort. Hinzu kam noch, dass der Tank bei jedem Flug leckte und Treibstoff verlor. Dies führte 1964 zum Produktionsende.

Bristol 188
Aerodrome
Den Traum vom Fliegen gibt es schon sehr lange und es ist nachvollziehbar, dass die Anfänge holprig und voller Fehlkonstruktionen war. Die Aerodrome wurde 1901 von Samuel Pierpont Langley erfunden und gebaut. Der Wissenschaftler hatte zuvor bereits andere Prototypen erfunden und die Aerodrome war das erste Flugzeug, welches von einem Menschen angetrieben wurde. Leider stürzte die Maschine mehrmals ab und landete zerstört auf dem Boden. So tragisch das auch war, diese Erfahrung half späteren Flugzeugbauern, gewisse Fehler nicht zu wiederholen.

Aerodrome
McDonnell XF-85 Goblin
Der McDonnell XF-85 Goblin war ein bekanntes Kampfflugzeug. Es war an dem Langstreckenbomber Convair B-36 befestigt und diente dazu im Angriff vom Convair losgelöst zu werden. Das Design des McDonnel XF-85 Goblin war einzigartig und individuell. Bedauerlicherweise konnte die Maschine aber langfristig nicht ihren Job erfüllen. Sie wurde von anderen Kampfjets, wegen ihrer kleinen Maschinengewehre, überwältigt und das war auch das Ende der Goblin. Im Oktober 1949 wurde das Programm eingestellt. Es wurden nur drei Stück produziert.

McDonnell XF-85 Goblin
Lockheed XFV-1 Salmon
Die Lockhead XFV-1 Salmon wurde auch schlichtweg nur “Salmon” genannt, war ein Flugzeug, welches für das US-Militär gebaut wurde. Der Name “Salmon” wurde der Maschine gegeben aufgrund der Art wie sie startete. Sie war dafür konstruiert einen vertikalen Start machen zu können und man möchte doch meinen, dass die Designer und auch Techniker, das Ganze gut durchdacht haben. Leider haben sie dabei vergessen, dass Flugzeuge vertikal landen müssen. Diese Tatsache allein und auch der schwache Motor, der nach nur wenigen Flügen kaputt ging war ein weiteres großes Problem.

Lockheed XFV-1 Salmon
Grumman X-29
Die Grumman X-29 wurde, in Zusammenarbeit mit der US-Air Force und der NASA, von dem Unternehmen Northtrop Grumman gebaut. Optisch war die Maschine ein echtes Highlight, technisch hingegen war das Flugzeug ein kompletter Reinfall. Die geschwungenen Flügel erwiesen sich als instabil während des Fluges und auch die Struktur machte es nahezu unmöglich die Grumman X-29 zu fliegen. Man muss kein Ingenieur sein um zu wissen, dass dies das Hauptkriterium eines Flugzeugs ist.

Grumman X-29
Baade 152
Die Baade 152 wurde auch Dresden 152 genannt und war ein Verkehrsflugzeug der ostdeutschen VEB Flugzeugwerke Dresden. Das Design als auch die Struktur waren einwandfrei doch das Innenleben war das komplette Gegenteil. Bei ihrem zweiten Flug stürzte die Maschine aufgrund eines defekten Motors ab. Die genauen Details sind bis heute nicht bekannt, da der Untersuchungsbericht von damaligen Ministerium für Staatssicherheit eingezogen wurde und der Vorfall vertuscht wurde. Die Crew bestand an dem Tag aus vier Personen, dem Kapitän und Co-Piloten, dem Flugingenieur und dem Flugversuchsingenieur. Alle kamen ums Leben.

Baade 152
Rockwell XFV-12
Das Kampfflugzeug Rockwell XFV-12 wurde von der Meritor Inc. und der Rockwell International hergestellt. Beide Hersteller hatten einen äußerst guten Ruf auf dem Gebiet der Luftfahr und die Menschen hatten deswegen äußerst hohe Erwartungen an die Maschine. Leider mussten die Menschen schnell feststellen, dass die Maschine schwerwiegende Probleme hatte und ihre Erwartungen nicht erfüllt wurden. Die Rockwell XFV-12 schaffte noch nicht einmal den ersten Flug. Es wurden nur zwei Stück produziert und der Erstflug fand nie statt.

Rockwell XFV-12
Tupolev Tu-144
Die Tupolev Tu-144 war ein Überschallflugzeug und wurde mitte der 60er Jahre gebaut. 1968 hatte sie ihren erste Flug. Die Maschine verfügte über 24 zentrale Systeme und bestach mit ihrer Optik. Der Ingeniuer war der sowjetische Flugzeugkonstrukteur Alexei Andrejewitsch Tupolew. 1973 stürzte die Maschine bei einer Flugsow in Le Bourget ab. Bei dem Unfall kamen sechs Menschen an Bord ums Leben und acht Zuschauer am Boden. Bei dem Versuch einen Sturzflug abzufangen brach die Maschine auseinander. Grund dafür war die Struktur welche dabei überlastet wurde.

Tupolev Tu-144
Dassault Balzac V
Das französische Unternehmen Dassault Aviation baute die Dassault Balzac V. Sie wurde für den vertikalen Start gebaut und hatte eine sehr empfindliche Struktur. Das Flugzeug erwies sich als problematisch und hatte zahlreiche technische Schwierigkeiten, da half auch die einzigartige Optik nichts. Bei einem Absturz kamen zwei Piloten ums Leben. Das Unternehmen wollten die Hoffnung nicht aufgeben und versuchten die Maschine zu verbessern. Nur wenige Jahre später stürzte sie erneut ab. Hauptgrund der beiden Abstürze war der Schubverlust durch die Triebwerksein- und -ausläufe beim Übergang in den Schwebeflug.

Dassault Balzac V
De Havilland Comet
Die De Havilland Comet wurde von 1951 bis 1962 produziert. In den Jahren 1953 und 1954 kam es bei der Comet 1 zu einer Serie von Unfällen, bei der die Flugzeuge in der Luft zerbrachen. Sie war das erste kommerzielle Verkehrsflugzeug. Die Menschen waren von der Maschine anfangs beeindruckt, doch diese Faszination wurde schnell zur Enttäuschung. Die Hersteller “De Havillan” gaben ihr Bestes die Maschine zu verbessern und arbeiteten stetig daran. All die Bemühungen halfen allerdings nichts und so wurde der Bau schließlich eingestellt.

De Havilland Comet
Devil’s Hoverbike
Das Devil´s Hoverbike wurde in den 50er Jahren eigentlich für die US-Army entwickelt. Wer bei dem Namen an das bekannte Hoverboard denkt, ist gar nicht so falsch. Die Devil´s Hoverbike war die Inspiration für das später entwickelte Hoverboard. Damals mussten sich die Piloten auf eine Plattform stellen die wie das heutige Hoverboard aussieht. Damit setzten sie das Flugzeug und Bewegung und balancierten es gleichzeitig. Man kann sich vorstellen was für eine Herausforderung das war und das Flugzeug wurde leider zum Misserfolg.

Devil’s Hoverbike
Christmas Bullet
Die Christmas Bullet wurde auch Cantilever Aero Bullet genannt und wurde von Dr. William Whitney Christmas gebaut und entworfen. Was viele damals nicht wussten, Dr. Christmas war ein kaltblütiger Psychopath. Er entwarf das Flugzeug bewusst so, dass ab einer gewissen Höhe, technische Fehler auftauchten. Für den Erstflug lud Dr. Christmas den erfahrenen Piloten Cuthbert Mills ein. Der Pilot fühlte sich geehrt und lud sogar seine Mutter zum Flug ein. Es kam wie es kommen sollte, die Maschine bekam technische Probleme und stürzte ab. Beide Insassen waren sofort tot.

Christmas Bullet
Messerschmitt Me 163 Komet
Das Abfangflugzeug Messerschmitt ME 163 Komet wurde von Alexander Lippisch entworfen. Der Raketenantrieb sorgte dafür, dass das Flugzeug extrem hohe Geschwindigkeiten erreichen konnte. Das Problem mit der Maschine war die geringe Treibstoffkapazität. Sie konnte sich nur maximal drei Minuten in der Luft halten und musste danach sofort wieder aufgetankt werden. Durch diese Panne verfehlte sie den Einsatzzweck und die Produktion wurde 1945 eingestellt. Noch im selben Jahr fanden die letzten Einsatzflüge statt.

Messerschmitt Me 163 Komet
Noviplano
Die Noviplano wurde auch Caproni Ca.60 Transaero genannt und wurde von dem Designer Caproni entworfen. Seine Idee war ein einzigartiges Flugzeug und in der Tat, es war wirklich einzigartig. Die Maschine hatte neun Flügel und acht Triebwerke. Es ist nicht klar, was die genaue Idee von Caproni war aber das Flugzeug war alles andere als schön. Nicht nur das Design war ein Fehlgriff, sondern auch technische Probleme machten die Noviplano zu einem Misserfolg.

Noviplano
Blackburn Roc
Die Blackburn Roc war ein einmotoriges Jagdflugzeug der britischen Marineflieger aus der Anfangszeit des Zweiten Weltkriegs. Das Flugzeug war weder ästhetisch noch technisch ein Erfolg. Die Blackburn Roc konnte zwar feindliche Flugzeuge abschießen, doch wies Probleme auf. Die Wahl der verwendeten Materialien war schlecht und machte das Flugzeug zusätzlich schwerer. Das führte dazu, dass die Maschine sich nur langsam fortbewegte und wie man sich denken kann, ist das für ein Jagdflugzeug nicht hilfreich.

Blackburn Roc
Blackburn Botha
Auch die Blackburn Botha war ein britisches Militärflugzeug aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs. Sie wurde auf die gleiche Ausschreibung des Air Ministry für einen Seeaufklärer und Torpedobomber hin wie die Bristol Beaufort entwickelt. Wie auch bei der Blackburn Roc war die Bauweise fehlerhaft und Triebwerksschwierigkeiten waren ein Problem. Die Maschine wog außerdem zu viel und bewegte sich auch nur sehr langsam. Selbst der Pilot hatte Schwierigkeiten die Maschine zu fliegen. Die Probleme konnten nicht behoben werden und so wurde die Produktion eingestellt.

Blackburn Botha